Kein Wort über die Kaninchen
Hannover in den 70er Jahren;
Ein junges Ehepaar bekommt ein Kind, so, wie sich das damals gehört. Unerhört findet die strenge Vermieterin allerdings den Hauch Wimperntusche, den der Vater trägt, die Herrenhandtasche und ganz besonders den anderen Mann, der manchmal bis zum Morgen bleibt. Das kleine Mädchen fühlt sich bei Mutter, Vater und Onkel geborgen. Gleichzeitig aber spürt sie die Zerrissenheit des Vaters, die Traurigkeit der Mutter und die verachtenden Blicke (nicht nur) Fremder, denn für das Lebensmodell der Eltern besteht in den 70ern keine Akzeptanz.
Lou Kindermann schildert in starken Bildern die Geschichte ihrer Familie. Dabei überwiegt nie das Schwere. Bewegend und humorvoll schildert Kindermann ihre Erlebnisse und stellt sie in den Kontext damaliger Gesellschaftspolitik. Die Autorin mahnt eindringlich vor rückwärtsgewandten gesellschaftlichen Entwicklungen, vor Diskriminierung und Ausgrenzung und betont: „Vielfalt meint uns alle!“.
Die Lesung beginnt um 19:30 Uhr und kostet 15 Euro Eintritt
Wir bitten wie immer um Anmeldung unter